2009 - Ingeborg

von Curt Goetz

Im Jahr 2009 wurde als 30. Aufführung der Kleinen Bühne Landau das allererste Stück nochmals einstudiert.
Kleiner Gag am Rande: Willi Prokop und Heidi Moor-Blank spielen die gleichen Rollen wie bei der ersten Aufführung der -> „INGEBORG“.




Ingeborg zählt zu den bekanntesten Stücken von Curt Goetz. Das 1921 uraufgeführte Werk ist im Grunde sein erster abendfüllender (erklärter) Theatertext (wenn man mal vom „Der Lampenschirm“ absieht, der ja kein Stück in 3 Akten ist).


Ingeborg, eine glücklich verheiratete junge Frau, liebt plötzlich zwei Männer: ihren Mann Ottokar, einen vergeistigt-vertrottelten Insektenforscher, und den geheimnisvollen Jugendschwarm namens Peter Peter, der plötzlich auftaucht und sich sofort wieder in sie verknallt. Beide Männer lieben Ingeborg und sind sich dabei dummerweise noch sympathisch. Nach einigen Verwicklungen muss die junge Frau feststellen, dass sie die Herren, jeden für sich und jeden gleichermaßen, liebt.
Wie ist mit so einer Situation umzugehen?

Die trinkfeste Tante Ottilie weiß Rat:
"Die Frau bleibt bei dem Mann, den sie liebt, und mit dem anderen hat sie eine Liaison."
Entrüstet weisen die anderen jenes unmoralische Angebot weit von sich.

In diesem Drama mit vielen Zwischentönen und genauer Psychologie kommt doch bei aller Ernsthaftigkeit die Komik nicht zu kurz, dafür sorgen schon die virile Ottilie, die launig immer eine Lebensweisheit parat hält und mit Herz und Schnauze die in Liebeshändel verstrickte Gesellschaft auf Trab hält sowie Herr Konjunktiv mit unerschütterlichem Gleichmut, der sich eine gewählte Ausdrucksweise leistet, die das einzige ist, was er sich leisten kann.



Besetzung:

Ingeborg --- Judith Strubel geb. Bantz
Ottokar --- Michael Strubel
Peter Peter --- Matthias Becker
Tante Ottilie --- Heidi Moor-Blank
Herr Konjunktiv --- Willi Prokop
Hadrian, ein Laubfrosch

Mitwirkende:

Inszenierung: Willi Prokop
Kostüme: Christa Dreher, Elfriede Hardziewski, Barbara Krettek
Maske und Frisuren: Heidi Schmid, Annel Schumann
Bühnenbild: Dieter Braun, Klaus Dreher, Hermann Martin, Klaus Martin, Wolfgang Martin, Wilfried Weiser
Licht und Ton: Michael Gib, Jean Hardegger, Christoph Löffel
Fotos: Michael Strubel, Stefan Wagner
Plakat, Flyer: Hermann Martin
Programmheft: Heidi Moor-Blank, Christine Ehmer
Souffleuse: Christine Ehmer

 
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