1990 - Rivalen

Ein Lustspiel nach Sheridan

Wolfgang Hildesheimer über "Rivalen" und seine Bearbeitung:

Das Lustspiel "Rivalen" ist Sheridans erstes Stück. Seine Stärke liegt in der trefflichen Zeichnung einiger, zwar ganz und gar artifizieller, aber deshalb nicht minder markanter, unverwechselbarer Figuren, deren eine, Mrs. Malaprop, in England der Untugend des Fremdwörtermißbrauchs - dem "malapropism" - den bis heute gültigen Namen gegeben hat.

"Rivalen" ist kein psychologisierendes Stück. In meiner Fassung mag - dramaturgisch gesehen - eine Scheinbefriedigung am Schlusse stehen. Dennoch erscheint mir die Zukunft der Figuren in einem befriedigenderen Licht als im Original.
Das klassische Happy-End, das stets auf dem großmütigen Verzeihen von Fehlern des Partners beruht, scheint auf ein weitaus zweifelhafteres Schicksal hinzuweisen, als eines, das auf der kühlen Einsicht beruht, daß man mit einem anderen Partner besser dran wäre und wenn es auch gegen die klassische Ordnung der Komödie verstößt.
Schließlich möchte man das Theater doch mit dem erquickenden Gefühl verlassen, daß jeder Topf den ihm gemäßen Deckel gefunden hat.

Besetzung:

Sir Anthony Wellington, ein reicher Edelmann:
Willi Prokop
Julia Melville, sein Mündel: Christine Starck
Jack Wellingten, Hauptman, sein Sohn: Florian Peris
Frua Malaprop, eine Dame vonBildung: Anne-Marie Angeli
Lydia Languish, ihre Nichte: Christine Prokop
Charles Faulkland, Julias Verlobter: Andreas Kelly
Philip Moon, ein Gutsbesitzer: Gerhard Noll
Sir Lucius O'Trigger, ein irischer Edelmann: Stephan Leukel
Lucy, Lydias Zofe: Stefanie Becker
Tom, Sir Anthonys Diener: Martin Fertig
Fag, Jacks Diener: Michael Scherrer
Trip, Philip Moons Diener: Martin Fertig


Mitwirkende:

Regie:
Heinz Issler

Kostüme: Mechthild Rothenbücher, Sonja Roth-Scherrer, Regina Seyfried

Masken und Frisuren: Mechthild Rothenbücher, Christine Fröhlich

Technik: Horst Seyfried

Plakat: Florian Peris

Souffleuse: Sonja Roth-Scherrer
 
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