1996 - Amor und Psyche

Zwei Einakter:
"Das Märchen" von Curt Goetz und "Der Bär" von Anton Tschechow

Die Liebe hemmet nichts; sie kennt nicht Tür noch Riegel
sie dringt durch alles sich
sie ist ohn' Anbeginn, schlug ewig ihre Flügel
und schlägt sie ewiglich


Dieses Wort von Matthias Claudius sei einmal vorangestellt, trifft es doch für unsere beiden "Lovestories" allemal zu. Die Liebe hat viele Gesichter und warum oder wieso wir uns in die oder den verlieben, wissen wir eigentlich - gottseidank - nie so genau. Noch weniger wissen wir, wie es dazu kommt, daß wir uns verlieben.
Es passiert einfach - oder?

Im "Märchen" von Curt Goetz hat das "sich verlieben" wahrscheinlich schon vorher stattgefunden. Wenn die Figuren die Szene betreten, verfolgen wir den Prozeß, wie zwei Menschen sich füreinander entscheiden - allen Hindernissen und komischen Situationen zum Trotz.
Ein Mensch steigt - im wahrsten Sinne des Wortes - im letzten Moment in das Leben eines anderen, der bisher an der Liebe gescheitert war - und plötzlich liebt er.
Es ist wie im Märchen.

In "Der Bär" verhält es sich ein bißchen anders. Zwei sich völlig fremde Menschen treffen aufeinander, und über all ihre inneren und äußeren Gegensätze hinweg machen sie einen "echten seelischen Prozeß" durch, der sie genau aufeinander zu und in die Arme treibt.
Ela Sommer

Besetzung "Das Märchen":
Der Lord:
Frank Widmayer
Nadja: Debora Poerio
Advokat Hastings: Stefan Wagner
Herr Charly: Willi Prokop
Styx: Jürgen Prokop

Besetzung "Der Bär":
Elena Ivanova Popova:
Steffi Rahm
junge Witwe mit Grübchen in den Wangen, Gutsbesitzerin
Grigorij Stepanowitsch Smirnov: Michael Heinrich
Gutsbesitzer in den besten Jahren
Lukascha: Hilde Hardegger
Hausangestellte der Popova
Dienerschaft: Debora Poerio, Stefan Wagner, Frank Widmayer


Mitwirkende:
Inszenierung:
Ela Sommer
Kostüme: Ensemble
Näharbeiten: Anneliese Metzger, Maria Poerio
Maske und Frisuren: Marianne Rother
Bühnenbild: Hermann Martin, Konrad Münch, Martina Lachenmaier, Klaus Martin, Ulrike Rother
Plakat: Hermann Martin
Licht und Ton: Martin Prokop
 
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